Herzlich Willkommen
bei der CDU in Niddatal

AKTUELLES

24.04.2015 - Gemeinde/ Stadt
Breitband für Niddatal oder wie die SPD den Anschluss verpasst

Bei der letzten Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss haben sich die beiden potentiellen Gesellschaften zum Ausbau des schnellen Internets in Niddatal der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Breitband Main-Kinzig GmbH (Breitband-MKK), eine 100% Tochter des Main-Kinzigkreises, und die in öffentlicher Hand aus Wetterauer und Vogelsberger Kommunen befindliche Breitband-Infrastrukturgesellschaft Oberhessen GmbH (Bigo) stellten Ihre Konzepte zum Ausbau einer Breitbandversorgung für Niddatal vor.

Wie unterschiedlich die Herangehensweise beider Unternehmen ist, konnte man sich bei der Vorstellung der beiden Konzepte sehr gut vor Augen führen. Der Ingenieur und verantwortliche Projektleiter der Fa. Athanus und Partners Axel Eiring stellte die Breitband Main-Kinzig GmbH vor, die seit 2013 das Netz im Main-King-Kreis ausbaut. 
Der Geschäftsführer Stefano Jardella vertrat die Bigo.

Während die Breitband-MKK konkrete Pläne zum Ausbau des Netzes vorlegte, begnügte sich die Bigo mit einer allgemeinen Unternehmenspräsentation. Auch bei der Terminplanung zum Ausbau des Niddataler Netzes konnte die Breitband-MKK konkrete Aussagen machen. Bei Beauftragung noch in diesem Sommer könnte bis Weihnachten ganz Niddatal flächendeckend mit einer Bandbreite von 50 Megabit/sec versorgt sein. Die Terminplanung der Bigo ist dagegen noch lange nicht soweit. 2016, so die Planung der Bigo, soll mit dem Ausbau des Netzes in der Wetterau und dem Vogelsbergkreis begonnen werden. Der Fokus und die Priorisierung des Ausbau wird in der flächendeckenden Versorgung liegen. Die Bauzeit ist auf drei Jahre geplant. Eine konkrete Aussage, bis wann Niddatal mit der Versorgung mit schnellem Internet rechnen kann, konnte die Bigo nicht tätigen.

Beide Gesellschaften stellen lediglich die nötige Infrastruktur zur Verfügung. Der Betrieb des Netzes und die Bereitstellung der Anschlüsse erfolgt über einen Betreiber, der das Netz mietet.
Während die Breitband-MKK bereits mit dem bayrischen Anbieter m-Net kooperiert, sind die Verhandlungen zum Betrieb des Netzes bei der Bigo noch nicht angestoßen.

Durch einen Gemeinsamen Antrag der CDU, Grünen, FDP, FWG und Dr. Dirk Schneider, sollte der Ausschuss die Empfehlung an die Stadtverordnetenversammlung geben, die Kosten für die Errichtung eines Breitbandnetzes durch die Breitband-MKK zu ermitteln. Die Breitband-MKK betonte, sich nur die Mühe machen zu wollen die Kosten zu ermitteln und ein Angebot abzugeben, wenn dahinter ein berechtigtes Interesse aus Niddatal bestehe.
Während die Antragsteller einstimmig für die Kostenermittlung plädierten, enthielt sich die SPD-Fraktion geschlossen.
Wie muss man diese Enthaltung werten? Ist der SPD und dem von ihnen unterstützendem Bürgermeister die Breitbandversorgung für Niddatal egal? Sind die Mitglieder der SPD mit der derzeitigen Situation zufrieden? Wie kann man sich bei einer solch grundlegenden Entscheidung für die Zukunft Niddatals seiner Stimme enthalten?

Vielmehr drängt sich dem Beobachter der Gedanke auf, die SPD steckt in einem Gewissenskonflikt und möchte Ihrem Bürgermeister nicht in den Rücken fallen. Denn würden die Damen und Herren für den gestellten Antrag stimmen, käme Ihr Bürgermeister bei seinem SPD-Landrat in Erklärungsnot.

Wie sinnvoll und notwendig ein flächendeckender Ausbau in Niddatal ist, sollte jedem Bürger bewusst sein. Nicht nur im private Anwendungsfall erfordern interaktive und virtuelle Anwendungen wie Cloud-Computing oder Video-Streaming eine schnelle Internetanbindung. Auch in der Geschäftswelt ist eine Breitbandanbindung immer mehr und mehr usus.
Die Flexibilität der Arbeitswelt lässt die Zahl der Home-Office-Plätze permanent ansteigen. Was man früher nur im Büro erledigen konnte, geht heute ganz bequem vom heimischen PC, vorausgesetzt die Internetverbindung spielt mit. Wie möchte man Unternehmen in unser neu errichtetes Gewerbegebiet in Ilbenstadt locken ohne die nötige Infrastruktur, zu der auch eine Breitbandversorgung gehört?

Es bleibt zu hoffen, dass sich die Damen und Herren der SPD eines Besseren besinnen und in der nächsten Stadtverordnetensitzung für die Kostenermittlung der Breitband-MKK stimmen, um ein eindeutiges Signal abzugeben.

Autor: Stefan Schaub

Themengebiet: Arbeit, Medien, Wirtschaft, Internet, Infrastruktur, Allgemeines
Schlagworte: Breitband, Bigo, m-Net